parametrische tragwerksoptimierung – teil 2

mit
rhino  (cad-programm),
grasshopper (graphischer, parametrischer editor),
kangaroo (physik-engine),

lassen sich beliebige freiformoberflächen planimetrieren.
selbstverständlich entstehen dadurch abweichungen von der startgeometrie.
eine methode diese abweichungen zu definieren ist der maximale abstand der gefundenenen

planimetrisierten fläche zur originalfläche. dies  erfolgt in der regel über die summe der quadrate der
abweichungen in den eckpunkten oder durch die abweichung des flächenmittelpunktes.

in der skizze oberhalb ist die gekrümmte fläche durch ein hypar (punkte A,B,C,D) gegeben. eine mögliche
planimetrische aproxximation ist die basisfläche (weisses rechteck -punkte A,B,C,D´).
durch paralellverschieben kann die abweichung des flächenmittelpunktes gesteuert werden (oranges rechteck).

selbstverständlich kann die planimetrisierte fläche noch rotiert bzw. ihre kanten gestaucht oder gezerrt werden.
dies eröffnet eine grosse spielwiese für mögliche lösungsalgorithmen.

im nächsten beispiel erfolgt die planimetrisierung einer vertikalen freiformfläche (z.b einer fassade wie hier) durch vierecke. im ersten modell wird die art der approximation völlig freigegeben. dadurch verzerren sich die elemente “bestmöglich” liefern aber keine vertikal durchlaufenden (genauer: y-parallelen) linien mehr.

im zweiten modell werden die erlaubten verschiebungen in y-richtung gesperrt. hier sind zwar die abweichungen von der startgeometrie größer als im modell 1, aber durch die erzwungene y-parallelität ist es nun z.b möglich die fassadenelemente zwischen vertikal eben verlaufende seile zu spannen.

 

Wettbewerb UAK Wien

wir freuen uns sehr mit wolfgang tschapeller und seinem team zum gemeinsam gewonnen wettbewerb für die Erweiterung der Universität für angewandte Kunst Wien. weiter infos zum projekt gibt’s hier.

parametrische tragwerksoptimierung – teil 1

mit
rhino  (cad-programm),
grasshopper (graphischer, parametrischer editor),
kangaroo (physik-engine),
galapagos (evolutionärer algorithmus)

und
lust am erforschen von (trag)strukturen..

..kann man wunderbar, interaktiv und vielparametrisch arbeiten. sogar die berechung des tragwerks kann man mittlerweile im cad-programm durchführen.

arbeiten ist fast zu viel gesagt. in erster linie sieht man staunend zu, analysiert die ergebnisse und diskutiert die richtung der (weiter)entwicklung. und zwar nicht alleine. sondern in zusammenarbeit mit architekten und anderen am planungsprozess beteiligten. alle können den jeweiligen stand der forschung in ihrem cad-programm betrachten, prüfen und mittels erweiterung des parametrischen modells (oder dem einbau einer restriktion) in die entwicklung eingreifen.

das beispiel zeigt einen wettbewerbsbeitrag für eine brücke in der schweiz.
nach grundsätzlichen überlegungen, die schliesslich auf eine spannholzbrücke führten, hat der parametrisch arbeitende architekt, christain wittmeir,  die restriktionen, wie maximale steigung auf der brücke, höhenlage der auflager und mögliche standorte und neigungen der zwischenstützen ins cad-modell eingebaut. wir haben dann die tragwerksanalyse implemtiert -hier wird das minimum der zugkräfte im integral über die gesamtlänge gesucht. das ergebnis ist oben zu betrachten.

..und weil wir den wettberwerb unverständlicherweise (:-)) nicht gewonnen haben, ist die brücke wenigstens als weihnachtsscherenschnitt zu bewundern


scherenschnitt: christian wittmeir

 

architekt am äußersten

ob`s hält? wer weiss es schon…

steirischer holzbaupreis 2011

unser projekt  festivalzentrum steirischer herbst 2010 gewinnt den steirischen holzbaupreis 2011 in der kategorie “besser mit holz gebaut”. ausgezeichnet wurden bauherr (steirischer herbst festival gmbh), architekt (feld72 architekten), ausführende firma (Kohlbacher-Holzbau) und werkraum wien ingenieure als tragwerksplaner.

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werkraum wien